Über uns
So fing alles an...
Zusammengestellt 1989 von Klaus-Dieter Wehmann, überarbeitet
von Wolfgang Bauer, Markus Stattmüller und unter Mithilfe
vieler Vereinsmitglieder.
Am 19.März 1964 fanden sich im Restaurant Peter Höck,
Troisdorf, Frankfurter Straße 73, folgende Personen ein:
Hans Geng, Peter Höck, Hans Kempken, Werner Kempken, Josef
Kielbassa, Karl Merten, Paul Rades und Heinrich Röttgen.
Diese acht angelsportbegeisterten Personen gründeten den
Sportangler-Verein Troisdorf e.V.. Die Satzung des Vereins
wurde am 30.Juli 1964 in das Vereinsregister beim Amtsgericht
Siegburg unter der Nummer 473 eingetragen. Am 01.07.1964 trat
der Verein dem Verband Deutscher Sportfischere.V. bei, dessen
Mitglied er auch heute noch ist.
Der erste Vereinsvorsitzender war Hans Genk, der sein Amt im
März 1973 an Wilhelm Hagen übergab. Aus gesundheitlichen
Gründen trat Sportfreund Hagen im Januar 1978 zurück.
Den Vorsitz übernahm zu diesem Zeitpunkt Karl-Dieter Knauf, der
dieses Amt bis 1990 ausübte. Von 1990 bis 1994 war Klaus Dieter
Wehmann als Vereinsvorsitzender tätig. Ab 1994 bis 2003
übernahm Helmut Kragl dieses Amt. Unter Helmuts Regie wurden
die Verhandlungen, mit der deutschen Bundesbahn, zur ICE
Trassenführung und der damit verbundene Grundstücksverkauf zu
Gunsten des Vereins abgeschlossen. Seit 2003 führt Ortwin
Bergander das Zepter im Sportangler-Verein Troisdorf
e.V..
Hervorzuheben ist die große Kontinuität in der Vorstandsarbeit.
So üben die meisten Vorstandsmitglieder ihr Vorstandsamt über
mehrere Wahlperioden aus. Der Sportfreund Klaus-Dieter Wehmann
war sogar 22 Jahre in verschiedenen Vorstandsämtern
tätig.
Von den acht Gründungsmitgliedern ist der Mitgliederbestand des
Sportangler-Verein Troisdorf e.V. auf derzeit 220 Mitglieder
angewachsen.
Den Vereinsmitgliedern standen zur Ausübung Ihres Sports in den
vergangenen 42 Jahren ehemalige Baggerseen in Spich, der
Johannisweiher in Mondorf, der Herrenteich bei Much, ein Teil
des Wahnbachs und ein ca. drei Kilometer langes Teilstück der
Sülz zur Verfügung. Leider konnte der Pachtvertrag für den
Johannisweiher über den 31.12.1976 hinaus nicht verlängert
werden, da der Verpächter ihn für den Eigenbedarf nutzen
wollte.
Die Rhein-Sieg-Fischereigenossenschaft hat 1978 alle Pächter,
so auch uns, davon in Kenntnis gesetzt, dass alle
Pachtverträge, die vor dem 01.01.1963 geschlossen wurden, zum
31.12.1978 entsprechend Landes-Fischereigesetz auslaufen.
Hiervon betroffen waren auch der Herrenteich und der Wahnbach.
Nach den neuen Bestimmungen war die Anzahl der
Fischereiberechtigten beim Wahnbach so klein, dass der Verein
sich entschließen musste, diesen nicht neu anzupachten.
Der Sportangler-Verein Troisdorf e.V. sah sich zu diesem
Zeitpunkt leider gezwungen, den Pachtvertrag für den
Herrenteich in Abstimmung mit der Unteren Fischereibehörde des
Rhein-Sieg-Kreises und einem Gutachten der
Landesfischereianstalt in Albaum zum Ende des Jahres 1981 zu
kündigen, da die Voraussetzungen zur Ausübung des Sportfischens
nicht mehr gegeben waren.
Zwei der ehemaligen Baggerseen in Spich sind an andere
Angelsporttreibende Vereine im Stadtbereich Troisdorf vergeben
worden, um die Ausübung des Sportfischens möglichst vielen
Troisdorfer Bürgern ortsnah zu ermöglichen.
Heute bewirtschaftet der Sportangler-Verein Troisdorf e.V.
einen vereinseigenen ehemaligen Baggersee, der auf Vorschlag
des Vereins den Namen "Grüner See Spich" erhielt, und eine drei
Kilometer lange Teilstrecke der Sülz, zwischen
Kirchheiderbroich und der Einmündung in die Agger.
Der Sportangler-Verein Troisdorf e.V. hat das Gelände des
Baggersees an der Ranzeler Straße in Troisdorf-Spich von der
Firman Limbach bereits im Jahre 1973 gekauft. Dem damaligen
Vorstand gebührt Respekt und hohe Anerkennung für die
Durchführung dieser für den Verein sehr großen
Investition.
Auf dem Vereinsgelände in Spich wurde 1986 nach fast
einjähriger Bauzeit das Vereinheim seiner Bestimmung übergeben.
Auch dies konnte nur durch den selbstlosen, unermüdlichen
Einsatz von Vereinsmitgliedern realisiert werden. Hier haben
sich vor allem die Sportfreunde Hans-Dieter Hamacher, Bernhard
und Wilhelm Lügering, Peter Troppens, Heinz Steiner und
Reinhold Tebbe um den Verein verdient gemacht!
Die Unterhaltung der vereinseigenen Sportanlage, die Hege und
Pflege der Tierwelt sowie äußerste Rücksichtnahme auf Flora und
Fauna sind die vornehmste Aufgabe der Sportangler.
So wurde seit der Übernahme des "Grünen See Spich" im Jahre
1978 etwa 50.000 Arbeitsstunden von den Vereinsmitgliedern zur
Verwirklichung dieser Aufgaben erbracht. diese Arbeiten dienten
in erster Linie der 'Rekultivierung' des Geländes. Hierbei
wurden vor allem die Belange der Tierwelt berücksichtigt. Durch
die Anpflanzung von mehr als 5.000 Sträuchern und Bäumen
erhielten die Tiere ausreichende Nist- und Brutbereiche sowie
ausgezeichnete Ruhe bereiche. Darüber hinaus wurden ca. 35% der
gesamten Uferbereiche gesperrt und zu Vogelschutzgebieten
erklärt. Der Sportangler-Verein Troisdorf e.V. ist Stolz auf
die Tatsache, dass eine Reihe von Vogelarten auf seinem Gelände
heimisch sind, die vom Aussterben bedroht sind. Der Sportangler
Verein Troisdorf e.V. hofft, hiermit einen Beitrag zur
Erhaltung dieser Vogelarten geleistet zu haben.
Der "Grüner See Spich" hat sich seit seiner Übernahme durch den
Sportangler-Verein Troisdorf e.V. im Jahre 1978 zu einem
Kleinod innerhalb der Spicher Seen entwickelt. Hierdurch wurde
die Voraussetzung geschaffen, unseren Vereinsmitgliedern und
deren Angehörigen Ruhe und Erholung, aber auch die Ausübung der
Fischwaid zu ermöglichen.
Neben den sportlichen Erfolgen in den letzten Jahren, und hier
vor allem im Bereich der Jugend, sind die Begegnungen auf
nationaler und internationaler Ebene bemerkenswert.
Der Sportangler-Verein Troisdorf e.V. freut sich, dass aus den
regelmäßigen Begegnungen mit Sportfreunden aus Genk in Belgien,
die 1982 begonnen haben, freundschaftliche Beziehungen geworden
sind.
In einer Vereinsgeschichte sollen alle angesprochen werden, die
in den Reihen des Vereins gestanden oder zu seinem Wohlergehen
beigetragen haben. Ganz besonders sollen jene hervorgehoben
werden, die den Grundstein für die heutige Entwicklung legten.
Bei der Fülle der Ereignisse in einem viertel Jahrhundertlassen
sich Lücken in der Darstellung der Vereinsgeschichte nicht
immer vermeiden, hier liegt keine Absicht vor. Alle, die sich
im Text dieser Ausführungen nicht wieder finden, mögen
wohlwollendes Verständnisaufbringen für dieses Versäumnis, auch
ihnen soll die Festschrift ein offenes Bekenntnis des Dankes
und der Anerkennung sein.
Diese Chronik wurde im Jahre 1989 von Klaus Dieter Wehmann
verfasst und 2006 erweitert und überarbeitet.
Wir danken allen SAV-Mitgliedern, die zum weiter bestehen des
Vereins beigetragen haben mit einem herzlichen Petri
Heil.
Der Vorstand